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Der Duft von geröstetem Reis und Limette versetzt dich sofort in den Nordosten Thailands. Wir zeigen dir, wie echtes Larb Moo schmeckt. Dieser lauwarme Hackfleischsalat ist vollgepackt mit frischen Kräutern. Er steht in nur 20 Minuten auf dem Tisch. Das Gericht ist würzig, gesund und von Natur aus glutenfrei.

Tipp: Tausche das Fleisch einfach aus. Nimm gehacktes Hähnchen für ein klassisches Larb Gai. Auch mit Tofu oder Garnelen schmeckt das würzige Dressing fantastisch. Probier es aus!

Inhalt

Was ist Larb?

Larb (gesprochen: Laab) ist mehr als nur ein Salat – es ist die Seele der nordostthailändischen Küche, des Isaan. Ursprünglich stammt das Gericht aus Laos und wird dort oft zu besonderen Anlässen serviert. Der Name klingt ähnlich wie das thailändische Wort für „Glück“ (Laap), weshalb es bei Hochzeiten und Feiern als Glücksbringer gilt.

Traditionell besteht Larb aus gehacktem Fleisch (meist Schwein, Huhn oder Rind), das mit frischen Kräutern, Chili, Fischsauce und Limettensaft angemacht wird. Das Herzstück ist Khao Khua, geröstetes Reispulver, das dem Gericht seinen unverwechselbaren, nussigen Crunch verleiht. Larb vereint die vier Säulen der Thai-Küche perfekt: sauer, salzig, scharf und würzig.

Was macht Larb so besonders?

Für mich ist Larb die perfekte Thai-Küche in einem Gericht. Es lebt von der Balance: Die knackige Textur des gerösteten Reises trifft auf zartes Fleisch und frische Kräuter. Das Dressing vereint die vier Säulen sauer, salzig, scharf und würzig. Dazu ist es gesund, schnell gemacht und extrem vielseitig.

Tipps für das perfekte Larb Moo

Alles in einem Topf: Brate das Hackfleisch in einem kleinen Topf an. Mische Dressing, Kräuter und den gerösteten Reis direkt darin unter – weniger Abwasch!

Kein Öl nötig: Echtes Larb braucht kein zusätzliches Fett. Das Schweinefleisch gart im eigenen Saft und bleibt so saftig und aromatisch.

Balance ist alles: Die Thai-Küche lebt vom Zusammenspiel der Aromen. Schmecke das Dressing unbedingt ab und justiere nach: mehr Limette für Säure, mehr Fischsauce für Salz.

Sei kreativ: Das Dressing ist universell. Tausche Schwein gegen Huhn (Larb Gai), Ente oder Pilze. Auch mit frittiertem Hähnchen (Gai Tod) ist es ein Gedicht.

Zutaten: Was du brauchst

Du findest fast alles im gut sortierten Supermarkt oder Asialaden. Die genauen Mengenangaben stehen wie immer unten in der Rezeptkarte.

Schweinehackfleisch: Nimm am besten Hackfleisch mit etwas Fettanteil, damit es saftig bleibt und Geschmack bekommt. Mageres Fleisch wird schnell trocken. Du kannst auch Bauchfleisch verwenden!

Geröstetes Reispulver (Khao Khua): Das Herzstück! Es bringt den nussigen, toastigen Geschmack und den entscheidenden Crunch. Du kannst es fertig kaufen (Amazon hat es oft) oder ganz einfach selbst machen, indem du Klebreis trocken röstest und mahlst.

Thai-Chiliflocken (Prik Bon): Sie bringen die authentische Schärfe und Tiefe. Frische Chilis gehen auch, aber die getrockneten Flocken sind traditionell. Taste dich langsam heran!

Fischsauce (Nam Pla): Unser Salz-Ersatz und unverzichtbar für das Umami. Ich schwöre auf die Marke Megachef für den perfekten Geschmack.

Weißer Zucker: Eine Prise rundet die Säure ab und balanciert die Schärfe.

Schalotten: In feine Ringe geschnitten für süße Schärfe und Biss.

Langer Koriander (Culantro): Nicht mit normalem Koriander verwechseln! Culantro hat lange, gezackte Blätter und schmeckt intensiver. Wenn du ihn nicht findest, nimm mehr normalen Koriander.

Frische Kräuter (Frühlingszwiebeln, Koriander, Minze): Grob gehackt für den ultimativen Frische-Kick. Passe die Menge einfach deinem Geschmack an!

Limette: Frisch gepresst ist Pflicht! Die Säure balanciert die Salzigkeit der Fischsauce.

Schritt für Schritt: So gelingt dein Larb Moo

Schritt 1: Schnippeln

Hacke die Frühlingszwiebeln und Kräuter fein. Schneide die Schalotten in dünne Ringe und die Limette in Spalten. Stell alles bereit, dann geht’s gleich ganz schnell!

Schritt 2: Fleisch garen

Gib das Schweinehackfleisch in eine Pfanne oder einen kleinen Topf bei niedriger Hitze. Brate es sanft an und zerdrücke es dabei mit dem Löffel. Du brauchst kein Öl! Wenn du es saftiger magst, gib einen kleinen Schluck Wasser dazu.

Schritt 3: Ab in die Schüssel

Sobald das Fleisch gar ist, fülle es in eine Rührschüssel um. (Oder mach es wie die Straßenverkäufer in Thailand und würze alles direkt im Topf – spart Abwasch!)

Schritt 4: Würzen

etzt kommt der Geschmack: Gib Fischsauce, geröstetes Reispulver, Limettensaft, Zucker und Chiliflocken dazu. Vermenge alles gut, solange das Fleisch noch warm ist. So zieht das Aroma perfekt ein.

Schritt 5: Kräuter & Finish

Zum Schluss hebst du die Schalotten, Frühlingszwiebeln, Minze, Culantro und Koriander unter. Rühre vorsichtig um und serviere dein Larb sofort.

Servier-Tipp

Reichlich frische Kräuter machen dein Larb erst perfekt. Serviere es ganz klassisch mit Klebreis (Khao Niao) oder Jasminreis. Als knackiger Kontrast passen rohe Schlangenbohnen, Gurkenscheiben oder Thai-Auberginen dazu. Auch als Füllung für frische Salatblätter (Lettuce Wraps) ist Larb genial!

Aufbewahren & Vorbereiten

Aufbewahren: Reste kannst du in einer luftdichten Dose für 2 bis 3 Tage im Kühlschrank lagern.

Aufwärmen: Larb schmeckt kalt genauso gut! Wenn du es warm magst, erwärme es sanft bei niedriger Hitze in der Pfanne.

Vorbereiten: Wenn du Larb für später machst, bewahre das Dressing und den gerösteten Reis (Khao Khua) getrennt auf. Sonst saugt sich der Reis voll und die Kräuter werden matschig.

Lust auf mehr Thai-Salate?

Nam Tok Moo: Gegrillter Schweinenacken-Salat – rauchig und würzig.

Nam Khao Tod: Knuspriger Reisbällchen-Salat mit fermentierter Wurst.

Nam Sod: Ähnlich wie Larb, aber mit Ingwer und Erdnüssen.

Som Tum Thai: Der Klassiker! Papayasalat – frisch, scharf und süß.

Larb Moo auf schwarzem Teller mit gehacktem Schweinefleisch, roten Zwiebeln, Kräutern und Chilis

Larb Moo Rezept

Thomas
Larb Moo ist ein absoluter Klassiker aus dem Nordosten Thailands, dem Isaan. Vergesst alles, was ihr über „Salat“ wisst. Dies ist kein langweiliger Blattsalat. Es ist eine Geschmacksexplosion aus saftigem Hackfleisch, frischen Kräutern, Chili und Limette. Der heimliche Star dieses Gerichts ist „Khao Kua“ (geröstetes Reispulver). Es sorgt für den unverwechselbaren Crunch und ein rauchiges Aroma. Ohne das Reispulver ist es kein echtes Larb! Wir essen es am liebsten ganz traditionell mit den Händen und einer Portion Klebreis. In nur 20 Minuten holt ihr euch echtes thailändisches Streetfood-Feeling nach Hause.
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Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Gesamtzeit 20 Minuten
Gericht Salat
Küche Asiatisch, Nordthailändische Küche, Thai
Portionen 2 Portionen
Kalorien 645 kcal

Kochutensilien

  • Kleiner Topf oder Pfanne
  • Schneidebrett und scharfes Messer
  • Kochlöffel
  • Mörser (falls ihr das Reispulver frisch macht)

Zutaten
  

  • 450 g Schweinehackfleisch (gerne mit etwas Fettanteil für mehr Geschmack)
  • 2-3 Schalotten
  • 2-3 Frühlingszwiebeln,
  • 1 Handvoll frische Minze
  • 5 Blätter Langer Koriander / Europagras Culantro (optional, aber sehr authentisch)
  • 2 EL Fischsauce
  • 1 EL geröstetes Reispulver (selbst gemacht oder fertig erhältlich)
  • 1 TL Zucker
  • 1 Chiliflocken (je nach gewünschter Schärfe)
  • Saft von 1 Limette (frisch gepresst)

Anleitungen
 

  • Wascht die Kräuter gründlich. Schneidet die Frühlingszwiebeln in feine Ringe. Hackt den Koriander, die Minze und den Langen Koriander grob. Schneidet die Schalotten in dünne Scheiben. Presse die Limette aus und stelle alles beiseite.
  • Gebt das Hackfleisch in einen Topf oder eine Pfanne. Stellt den Herd auf mittlere Hitze. Gebt kein Öl hinzu! Das Fleisch gart im eigenen Fett. Fügt etwa 3 Esslöffel Wasser hinzu. Das sorgt dafür, dass das Fleisch saftig bleibt und nicht anbrät. Rührt stetig um, bis das Fleisch gerade so durchgegart ist.
  • Nehmt den Topf vom Herd. Das ist wichtig, damit die Gewürze nicht verbrennen. Gebt die Fischsauce, den Zucker, die Chiliflocken, den Limettensaft und das geröstete Reispulver (Khao Kua) direkt zum heißen Fleisch. Verrührt alles kräftig, damit das Fleisch die Aromen aufsaugt.
  • Hebt nun die vorbereiteten Schalotten, Frühlingszwiebeln, den Koriander, die Minze und den Langen Koriander unter. Mischt alles nur kurz durch. Die Resthitze des Fleischs reicht aus. Die Kräuter sollen frisch und knackig bleiben, nicht verkochen.
  • Richtet das Larb Moo auf einem Teller an. Garniert es mit ein paar frischen Minzblättern. Serviert es sofort, solange es noch lauwarm ist. Traditionell isst man dazu Klebreis (Sticky Rice) und rohes Gemüse wie Schlangenbohnen, Kohl oder Gurkenscheiben, um die Schärfe zu mildern.

Notizen

Extra-Tipp: Das geröstete Reispulver (Khao Kua) ist die Seele dieses Gerichts. Ihr könnt es leicht selbst machen: Röstet rohen Klebreis (oder Jasminreis) in einer trockenen Pfanne ohne Öl an, bis er goldbraun ist und duftet. Zerstoßt ihn dann im Mörser zu einem groben Pulver. Der Duft ist unvergleichlich! Wenn ihr keinen Langen Koriander (Phak Chi Farang) im Asiamarkt findet, nehmt einfach etwas mehr normalen Koriander. Aber Vorsicht: Larb wird in Thailand oft sehr scharf gegessen. Tastet euch bei den Chiliflocken langsam heran!

Nährwerte

Kalorien: 645kcalKohlenhydrate: 13gProtein: 40gFett: 48gSaturated Fat: 18gPolyunsaturated Fat: 4gMonounsaturated Fat: 21gCholesterol: 162mgSodium: 1204mgPotassium: 911mgFiber: 3gSugar: 6gVitamin A: 602IUVitamin C: 20mgCalcium: 88mgIron: 3mg
Keyword Larb Moo
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Guten Appetit!

Ich hoffe, dieses Larb Moo bringt dir einen neuen, authentischen Geschmack auf den Teller. Es ist vielleicht auf den ersten Blick ungewohnt, aber genau diese Kräuter-Noten und der knusprige Reis machen die Thai-Küche so spannend. Probier es aus und lass dich überraschen!

Wie hat es dir geschmeckt?
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