Direkt zum Rezept

Das hier ist mein absolutes Lieblingsrezept für original Thai Roti. Und ich verspreche dir: Das werden die knusprigsten thailändischen Pfannkuchen, die du je gegessen hast.

Wir machen hier keine halben Sachen, sondern nutzen die ganz traditionelle Methode. Das heißt: Wir machen den Teig selbst, braten ihn in der Pfanne goldbraun aus, bis er richtig schön kracht, und toppen ihn am Ende ganz klassisch mit süßer Kondensmilch.

Ein kleiner Tipp: Wenn du mal über einen thailändischen Nachtmarkt schlenderst, lass dir dieses Dessert auf keinen Fall entgehen – oder probier direkt eine Portion der frisch gebackenen Kokos-Pfannkuchen (Khanom Krok). Beides ist pures Glück auf einem Pappteller.

Inhalt

Was ist Thai Roti eigentlich?

Im Grunde ist Thai Roti eine süße Sünde aus hauchdünnem, elastischem Teig, der in der Pfanne goldbraun ausgebacken wird. Das Ergebnis ist außen herrlich knusprig und blättrig, innen aber noch weich. Als klassisches Streetfood wird es meistens großzügig mit gesüßter Kondensmilch und Zucker bestreut serviert.

Die Kunst des Thai-Pfannkuchens

In diesem Rezept konzentrieren wir uns erst mal auf die traditionelle Version ohne Füllung. Klar, auf der Straße sieht man oft Varianten mit Banane, Ei oder Schokolade – und die sind auch fantastisch. Aber ich glaube, es ist am besten, erst mal den reinen Teig zu meistern. Wenn du die Technik und die Textur erst mal drauf hast, kannst du später alles Mögliche hineinfüllen.

Unser Ziel ist genau diese magische Kombination: außen richtig schön knusprig und innen weich, mit diesem leicht zähen Biss („chewy“), den wir so lieben.

Alles beginnt mit einem simplen Teig aus Mehl, Ei, Wasser, etwas Öl und Salz. Nachdem wir ihn geknetet haben, gönnen wir ihm eine Pause. Danach formen wir kleine Kugeln und baden sie in geschmolzener Butter, damit sie später nicht austrocknen und sich perfekt ziehen lassen.

Diese Butterschicht ist übrigens das Geheimnis für das typische goldene Finish und den blättrigen Biss. Nach einer zweiten Ruhezeit ziehen wir jede Teigkugel vorsichtig zu einem hauchdünnen Blatt aus.

Und keine Sorge: Du musst den Teig nicht wie die Profis im Süden Thailands durch die Luft wirbeln (auch wenn das cool aussieht). Es reicht völlig, ihn einfach so dünn wie möglich platt zu drücken, bevor er in die Pfanne wandert.

Zutaten: Was du brauchst

Ich habe dir hier ein paar Tipps zu den wichtigsten Zutaten zusammengestellt, damit alles perfekt gelingt. Falls du es eilig hast, kannst du natürlich auch direkt zur Rezeptkarte am Ende des Beitrags springen.

Weizenmehl (Type 405): Ganz normales Allzweckmehl ist hier perfekt. Es gibt dem Teig Struktur, ohne den Geschmack zu verfälschen. (Falls du gerne mit Teig arbeitest, probier unbedingt auch mal unsere Süßkartoffelbällchen!).

Lauwarmes Wasser: Gib es langsam dazu, während du mischst. So verbindet sich der Teig besser.

Öl: Nimm ein neutrales Öl wie Sonnenblumen- oder Rapsöl.

Ei: Es bindet den Teig und sorgt später in der Pfanne für die schöne goldene Farbe.

Butter: Hier darfst du großzügig sein. Die Butter sorgt für die blättrige Textur und die knusprige Kruste.

Salz: Eine Prise für den Geschmack.

Gesüßte Kondensmilch: Das klassische Topping. Ohne sie ist es eigentlich kein echtes Thai Roti.

Schritt für Schritt: So machst du Roti zu Hause

Tipps für das perfekte Ergebnis

Geduld ist alles: Halte dich bitte genau an die Ruhezeiten. Der Teig braucht diese Pausen, um sich zu entspannen. Nur so lässt er sich später hauchdünn ziehen, ohne zu reißen.

Kneten, kneten, kneten: Nimm dir Zeit für den Teig. Er ist fertig, wenn er sich unter deinen Händen richtig glatt und elastisch anfühlt.

Nicht an der Butter sparen: Pinsel die Teigkugeln wirklich großzügig ein. Nimm am besten eine hochwertige Butter – du schmeckst den Unterschied im Endergebnis sofort.

Dünn gewinnt: Wenn du (wie wir) auf diesen krachenden Crunch stehst, dann zieh den Teig so dünn wie möglich aus. Er darf fast durchsichtig sein.

Lass ihn in Ruhe: Brate immer nur einen Roti und versuch, ihn nicht ständig hin und her zu wenden. Gib ihm Zeit, auf jeder Seite goldbraun zu werden.

Häufige Fragen

Kann ich den Teig vorbereiten?

Ja, absolut! Du kannst den Teig problemlos 2 bis 3 Tage im Kühlschrank lagern (gut abgedeckt natürlich). Wenn du bereit bist, einfach ausrollen und braten. Du kannst die Rotis sogar vorbraten und später in der Pfanne kurz aufknuspern.

Wie bewahre ich Roti auf?

Lass sie erst komplett abkühlen und pack sie dann in eine luftdichte Dose. Im Kühlschrank halten sie sich bis zu 5 Tage. Zum Aufwärmen einfach kurz in eine trockene, beschichtete Pfanne werfen, bis sie wieder warm und knusprig sind.

Ist Thai Roti glutenfrei?

Nein, leider nicht. Das traditionelle Rezept basiert auf ganz normalem Weizenmehl, ist also für eine glutenfreie Ernährung nicht geeignet.

Thai Roti in Stücke geschnitten, goldbraun gebraten und mit süßer Milch beträufelt, serviert auf Bananenblatt auf schwarzem Teller.

Thailändisches Roti-Dessert (Roti Wan)

Wenn du schon mal abends über einen thailändischen Nachtmarkt geschlendert bist, kennst du dieses Geräusch: Das rhythmische Klatschen, wenn der Roti-Verkäufer den Teig hauchdünn wirft. Roti ist das thailändische Dessert schlechthin. Außen knusprig, innen blättrig weich, und triefend vor süßer Kondensmilch. Viele trauen sich nicht an den Teig heran, aber mit etwas Geduld und meinen Tipps schaffst du das auch zu Hause. Es macht riesigen Spaß – und das Ergebnis ist jede Mühe wert!
Es gibt noch keine Bewertungen.
Zubereitungszeit 30 Minuten
Ruhezeit 1 Stunde 30 Minuten
Gesamtzeit 2 Stunden
Gericht Nachspeise
Küche Thai
Portionen 15 St.
Kalorien 178 kcal

Kochutensilien

  • Große Rührschüssel
  • Saubere, glatte Arbeitsfläche (zum Ausziehen des Teigs)
  • Feuchtes Küchentuch oder Frischhaltefolie
  • Nudelholz (optional, Hände sind besser)
  • Beschichtete Pfanne
  • Pfannenwender

Zutaten
  

Für den Teig 15 Rotis:

  • 500 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
  • 1 TL Salz
  • 75 ml Öl (neutral, z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 1 Ei Raumtemperatur
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • 25 g Butter (geschmolzen, zum Bestreichen)
  • Öl zum Braten (ca. 1 EL pro Roti)

Toppings nach Geschmack:

  • Gezuckerte Kondensmilch (das Original!)
  • Zucker
  • Bananenscheiben
  • Schokosauce, Nutella etc.

Anleitungen
 

  • Gib das Mehl in eine große Schüssel und forme eine Mulde in der Mitte. Gib das Ei, das Salz und das Öl hinein.
  • Gieße nach und nach das lauwarme Wasser dazu, während du den Teig mit der Hand knetest. Knete so lange, bis der Teig glatt und elastisch ist. Er sollte nicht mehr kleben und leicht zurückfedern, wenn du ihn eindrückst (das dauert ca. 10–15 Minuten).
  • Decke den Teigball mit einem feuchten Tuch ab und lass ihn für 1 Stunde ruhen. Danach ziehst und dehnst du den Teig ein paar Mal mit den Händen, um ihn geschmeidig zu machen.
  • Teile den Teig in 15 gleich große Stücke (ca. 70 g pro Stück). Forme daraus Kugeln: Ziehe den Teig nach unten und falte ihn auf der Unterseite zusammen, damit die Oberfläche glatt gespannt ist.
  • Bestreiche jede Teigkugel großzügig mit der geschmolzenen Butter (oder Öl). Lege sie in eine Schüssel oder auf ein Tablett, decke sie wieder mit dem feuchten Tuch ab und lass sie nochmals 30 Minuten ruhen. Diese zweite Ruhezeit ist entscheidend!
  • Jetzt kommt der Spaß: Nimm eine Kugel, fette deine Arbeitsfläche leicht ein und drücke den Teig flach. Du kannst ein Nudelholz nehmen, aber authentischer ist es mit den Händen: Drücke und ziehe den Teig vorsichtig nach außen, bis er hauchdünn und fast durchsichtig ist. (Profis werfen ihn, aber Ziehen reicht für den Anfang völlig!).
  • Falte die Ränder des dünnen Teigs zur Mitte hin ein, sodass ein Quadrat oder ein grobes Rechteck entsteht.
  • Erhitze etwas Öl (und optional ein Stückchen Butter für den Geschmack) in einer Pfanne bei mittlerer Hitze. Brate den Roti von beiden Seiten, bis er goldbraun ist und knusprige Blasen wirft.
  • Nimm den Roti aus der Pfanne. Profi-Trick: Klatsche den heißen Roti einmal kräftig zwischen deinen Händen zusammen (wie beim Applaudieren), um die Schichten zu lockern.

Notizen

Extra-Tipp: Die Ruhezeiten sind kein Vorschlag, sie sind Pflicht! Nur wenn das Gluten im Mehl entspannen kann, lässt sich der Teig später hauchdünn ziehen, ohne zu reißen. Wenn er sich beim Ziehen immer wieder zusammenzieht, lass ihn einfach noch 10 Minuten länger liegen.
Für den beliebten Banana Roti: Lege Bananenscheiben in die Mitte des ausgezogenen Teigs bevor du ihn in der Pfanne zusammenfaltest. So gart die Banane im Inneren des knusprigen Pakets.

Nährwerte

Kalorien: 178kcalKohlenhydrate: 25gProtein: 4gFett: 7gSaturated Fat: 1gPolyunsaturated Fat: 2gMonounsaturated Fat: 3gTrans Fat: 0.1gCholesterol: 15mgSodium: 171mgPotassium: 40mgFiber: 1gSugar: 0.1gVitamin A: 58IUCalcium: 8mgIron: 2mg
Keyword Thai Roti
Hast du dieses Rezept ausprobiert?Sag uns, wie es dir geschmeckt hat!

Lass es dir schmecken!

Das war’s auch schon! Jetzt steht deinem eigenen kleinen Streetfood-Moment zu Hause nichts mehr im Weg. Schnapp dir eine Gabel (oder einfach die Hände), genieß den Crunch und die süße Kondensmilch. Ich hoffe, es schmeckt dir genauso gut wie uns!

Wie ist es gelungen?
Hast du den Teig hauchdünn hinbekommen? Schreib mir gerne unten in die Kommentare, wie dein erstes Roti-Experiment gelaufen ist, und lass eine Bewertung da – ich bin gespannt!

Du willst noch tiefer in die Thai-Küche eintauchen?
In unserem Newsletter teilen wir neue Rezepte, ehrliche Einblicke in unseren Alltag und Tipps, die es hier auf dem Blog so nicht gibt.