Wenn du schon mal abends über einen thailändischen Nachtmarkt geschlendert bist, kennst du dieses Geräusch: Das rhythmische Klatschen, wenn der Roti-Verkäufer den Teig hauchdünn wirft. Roti ist das thailändische Dessert schlechthin. Außen knusprig, innen blättrig weich, und triefend vor süßer Kondensmilch. Viele trauen sich nicht an den Teig heran, aber mit etwas Geduld und meinen Tipps schaffst du das auch zu Hause. Es macht riesigen Spaß – und das Ergebnis ist jede Mühe wert!
Saubere, glatte Arbeitsfläche (zum Ausziehen des Teigs)
Feuchtes Küchentuch oder Frischhaltefolie
Nudelholz (optional, Hände sind besser)
Beschichtete Pfanne
Pfannenwender
Zutaten
Für den Teig 15 Rotis:
500gWeizenmehl(Type 405 oder 550)
1TLSalz
75mlÖl(neutral, z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
1EiRaumtemperatur
200mllauwarmes Wasser
25gButter(geschmolzen, zum Bestreichen)
Öl zum Braten(ca. 1 EL pro Roti)
Toppings nach Geschmack:
Gezuckerte Kondensmilch(das Original!)
Zucker
Bananenscheiben
Schokosauce, Nutella etc.
Anleitungen
Gib das Mehl in eine große Schüssel und forme eine Mulde in der Mitte. Gib das Ei, das Salz und das Öl hinein.
Gieße nach und nach das lauwarme Wasser dazu, während du den Teig mit der Hand knetest. Knete so lange, bis der Teig glatt und elastisch ist. Er sollte nicht mehr kleben und leicht zurückfedern, wenn du ihn eindrückst (das dauert ca. 10–15 Minuten).
Decke den Teigball mit einem feuchten Tuch ab und lass ihn für 1 Stunde ruhen. Danach ziehst und dehnst du den Teig ein paar Mal mit den Händen, um ihn geschmeidig zu machen.
Teile den Teig in 15 gleich große Stücke (ca. 70 g pro Stück). Forme daraus Kugeln: Ziehe den Teig nach unten und falte ihn auf der Unterseite zusammen, damit die Oberfläche glatt gespannt ist.
Bestreiche jede Teigkugel großzügig mit der geschmolzenen Butter (oder Öl). Lege sie in eine Schüssel oder auf ein Tablett, decke sie wieder mit dem feuchten Tuch ab und lass sie nochmals 30 Minuten ruhen. Diese zweite Ruhezeit ist entscheidend!
Jetzt kommt der Spaß: Nimm eine Kugel, fette deine Arbeitsfläche leicht ein und drücke den Teig flach. Du kannst ein Nudelholz nehmen, aber authentischer ist es mit den Händen: Drücke und ziehe den Teig vorsichtig nach außen, bis er hauchdünn und fast durchsichtig ist. (Profis werfen ihn, aber Ziehen reicht für den Anfang völlig!).
Falte die Ränder des dünnen Teigs zur Mitte hin ein, sodass ein Quadrat oder ein grobes Rechteck entsteht.
Erhitze etwas Öl (und optional ein Stückchen Butter für den Geschmack) in einer Pfanne bei mittlerer Hitze. Brate den Roti von beiden Seiten, bis er goldbraun ist und knusprige Blasen wirft.
Nimm den Roti aus der Pfanne. Profi-Trick: Klatsche den heißen Roti einmal kräftig zwischen deinen Händen zusammen (wie beim Applaudieren), um die Schichten zu lockern.
Notizen
Extra-Tipp: Die Ruhezeiten sind kein Vorschlag, sie sind Pflicht! Nur wenn das Gluten im Mehl entspannen kann, lässt sich der Teig später hauchdünn ziehen, ohne zu reißen. Wenn er sich beim Ziehen immer wieder zusammenzieht, lass ihn einfach noch 10 Minuten länger liegen.Für den beliebten Banana Roti: Lege Bananenscheiben in die Mitte des ausgezogenen Teigs bevor du ihn in der Pfanne zusammenfaltest. So gart die Banane im Inneren des knusprigen Pakets.