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Kennst du das? Das Essen ist fast fertig, die Frühlingsrollen sind knusprig, und dann der Schock: Die Flasche mit der Sweet Chili Sauce ist leer – oder du hast vergessen, eine neue zu kaufen.

Keine Panik. Das ist vielleicht sogar dein Glückstag. Denn heute zeige ich dir, wie du eine traditionelle Thai Sweet Chili Sauce (Nam Jim Kai) ganz einfach selbst machst. Sie ist in 25 Minuten fertig, wahrscheinlich viel besser als das Zeug aus dem Supermarkt und rettet dein Abendessen. Egal ob für Hähnchen oder Snacks: Diese Soße wirst du ab jetzt immer selber machen wollen.

Inhalt

Tipp: Du kannst die Soße wunderbar auf Vorrat machen. Sie hält sich 2 Wochen im Kühlschrank und wird sogar noch besser, wenn sie etwas durchzieht. Bei uns ist sie eigentlich immer griffbereit – genau wie meine scharfe Chilisauce oder der geniale Nam Jim Jaew Dip.

Was ist Nam Jim Kai eigentlich?

Im Grunde ist Thai Sweet Chili Sauce das perfekte Zusammenspiel von Gegensätzen: Sie ist mild-scharf, herrlich süß und hat gleichzeitig diese frische Säure. Die Basis besteht aus roten Chilis, Knoblauch, Essig, Zucker und Salz. Das Ergebnis ist eine sirupartige, leicht klebrige Soße, die genau die richtige Balance zwischen Hitze und Süße trifft. Sie ist nicht so aggressiv scharf wie andere Thai-Dips, weshalb sie auch bei uns als der perfekte Allrounder für Vorspeisen und Snacks gilt.

Warum wir dieses Rezept lieben

Die süße Chilisauce hat ihren Ursprung hier in Thailand, und wahrscheinlich hast du sie schon zigmal im Restaurant oder an einem Streetfood-Stand gegessen. Aber selbstgemacht ist eine andere Liga.

Das Rezept, das ich heute mit dir teile, stammt direkt aus unserer Familie. Alle lieben es – sogar meine Schwiegermutter, und die ist beim Essen wirklich nicht leicht zu beeindrucken!

Es geht schnell, schmeckt fantastisch und kommt komplett ohne Konservierungsstoffe oder künstliche Zusätze aus, die in den gekauften Flaschen oft drinstecken. Außerdem ist es von Natur aus glutenfrei.

Das Beste daran ist aber, dass du der Chef bist: Du willst es süßer? Nimm mehr Zucker. Du brauchst Feuer? Schneid extra Chilis rein. Oder lass es ganz mild für die Kinder. Wenn du erst mal ein Glas im Kühlschrank hast, wirst du merken, dass es eigentlich zu fast allem passt – von frittierten Frühlingsrollen über knusprige Wan Tans bis hin zu Hähnchenflügeln oder Fischfrikadellen.

Zutaten: Was du brauchst

Die Zutaten sind super simpel, du findest sie im Asiamarkt oder wahrscheinlich sogar im Supermarkt um die Ecke. Die genauen Mengenangaben stehen wie immer unten in der Rezeptkarte, aber hier ein paar wichtige Hinweise:

  • Rote Chilis: Ich verwende am liebsten Thai Jinda Chilis für den authentischen Kick. Wenn du es milder magst, nimm eine mildere Sorte (z.B. Peperoni) oder entferne einfach die Kerne.
  • Apfelessig: Er gibt der Soße eine schöne fruchtige Säure. Wenn du keinen hast, funktioniert normaler weißer Haushaltsessig auch wunderbar. Den nutzen wir übrigens auch für unsere scharfe Essigsauce oder Prik Nam Som.
  • Weißer Zucker: Er sorgt für die typische Süße und die sirupartige Konsistenz. Fühl dich frei, die Menge anzupassen, je nachdem, wie süß du es magst.
  • Salz: Eine Prise reicht, um die Aromen auszubalancieren und die Soße natürlich haltbar zu machen.
  • Knoblauch
  • Wasser

Schritt für Schritt: So machst du die Soße

Schritt 1: Die Würzpaste

Schnapp dir einen Mörser (oder einen kleinen Mixer) und zerstoße die Chilis und den Knoblauch zu einer feinen Paste. Stell sie kurz beiseite.

Schritt 2: Den Sirup kochen

Nimm einen Wok oder einen Topf und erhitze ihn bei mittlerer Hitze. Gib den Essig, das Wasser, den Zucker und das Salz hinein. Rühre so lange, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Lass die Mischung dann für etwa 10 bis 15 Minuten sanft köcheln, bis sie leicht eindickt.

Wichtig: Reduziere sie nicht zu stark ein! Die Soße dickt beim Abkühlen noch deutlich nach. Sie sollte im Topf noch etwas flüssiger sein als das Endergebnis.

Schritt 3: Das Finale

Jetzt rührst du deine Knoblauch-Chili-Paste unter und lässt alles noch eine Minute zusammen köcheln. Nimm den Topf vom Herd und lass die Soße abkühlen. Dann füllst du sie ab – fertig ist dein hausgemachtes Nam Jim Kai!

Aufbewahren & Haltbarkeit

Lass die Soße erst komplett auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor du sie in ein luftdichtes Glas oder Einmachglas füllst. Im Kühlschrank hält sie sich problemlos bis zu 2 Wochen (oft sogar länger).

Falls sie durch die Kälte etwas zu fest oder zähflüssig geworden ist: Einfach kurz auf dem Herd bei niedriger Hitze erwärmen oder einen kleinen Schluck warmes Wasser unterrühren, dann hat sie wieder die perfekte Konsistenz.

Thailändische Sweet Chilisauce mit sichtbaren Chiliflocken und Kernen in einer dunklen Schale serviert, angerichtet auf einem Holztisch neben getrockneten roten Chilis und Koriander.

Thailändische Sweet Chilisauce (Nam Jim Kai)

Vergiss die gekaufte Flasche aus dem Supermarkt – selbstgemachte Nam Jim Kai spielt in einer ganz anderen Liga! Diese süße Chilisauce ist der Alleskönner der thailändischen Küche. Sie ist die perfekte Balance aus süß, sauer und scharf (aber nicht zu scharf). Sie passt einfach zu allem: Frühlingsrollen, gegrilltem Hähnchen (Gai Yang) oder frittierten Garnelen. Das Beste: Du weißt genau, was drin ist, und sie ist in 25 Minuten fertig.
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Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Gesamtzeit 25 Minuten
Gericht Saucen
Küche Thai
Portionen 10
Kalorien 142 kcal

Kochutensilien

  • Mörser und Stößel (oder Küchenmaschine)
  • Topf oder Wok

Zutaten
  

  • 6 thailändische Chilis (Prik Jinda, rot – für die Schärfe)
  • 2 große rote Chilis (Prik Chee Fah, entkernt – für die Farbe)
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 150 ml Apfelessig (oder heller Essig)
  • 350 g weißer Zucker
  • ½ EL Salz
  • 50 ml Wasser (ca. 3,5 EL)

Anleitungen
 

  • Zuerst stellen wir die Würzpaste her: Gib die kleinen und die großen Chilis sowie den Knoblauch in den Mörser (oder eine Küchenmaschine). Zerstoße alles zu einer feinen Paste. Stell sie kurz beiseite.
  • In einem Topf oder Wok bei mittlerer bis hoher Hitze den Essig, das Wasser, den Zucker und das Salz vermischen. Rühre so lange, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
  • Lass die Mischung für etwa 10–15 Minuten sanft köcheln, bis sie leicht eindickt und sirupartig wird. Wichtig: Reduziere sie nicht zu stark ein! Die Sauce dickt beim Abkühlen noch deutlich nach.
  • Gib die vorbereitete Chili-Knoblauch-Paste in den Topf und lass alles noch für eine weitere Minute köcheln, damit sich die Aromen verbinden.
  • Nimm den Topf vom Herd und lass die Sauce vollständig abkühlen, bevor du sie in ein sauberes Glas füllst. Sie hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen.

Notizen

Extra-Tipp: Warum zwei Sorten Chili? Die kleinen Prik Jinda bringen die nötige Schärfe, während die großen, milderen Prik Chee Fah (ohne Kerne) vor allem für die wunderschöne rote Farbe und Textur sorgen, ohne dass dir gleich der Mund brennt. Wenn du es milder magst, nimm weniger von den kleinen Chilis.
Diese Sauce ist unglaublich vielseitig: In Thailand nutzen wir sie nicht nur zum Dippen, sondern auch als Basis für Salatdressings oder um gebratenem Fleisch eine glänzende Glasur zu geben.

Nährwerte

Kalorien: 142kcalKohlenhydrate: 36gProtein: 0.2gFett: 0.1gSaturated Fat: 0.003gPolyunsaturated Fat: 0.01gSodium: 351mgPotassium: 27mgFiber: 0.1gSugar: 35gVitamin A: 10IUVitamin C: 2mgCalcium: 7mgIron: 0.1mg
Keyword Thailändische Sweet Chilisauce (Nam Jim Kai)
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Guten Appetit

Ich hoffe, diese selbstgemachte Sweet Chili Sauce überzeugt dich genauso wie uns. Sie beweist mal wieder, dass die besten Dinge oft die einfachsten sind – und dass man für authentischen Geschmack keine Industrieprodukte braucht. Probier es aus, spiel mit der Schärfe und lass es dir schmecken!

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