Verkehrsmittel in Thailand: Unterwegs mit Tuk-Tuk, Zug und Skytrain
Unterwegs in Thailand: Von Skytrain & Tuk-Tuk bis zum Nachtzug. Tipps für günstige Flüge, sicheres Reisen & wie du in Bangkok nicht im Stau verzweifelst.
Einfacher als du denkst
Wenn man das erste Mal in Bangkok ankommt, wirkt der Verkehr wie ein einziges, undurchdringliches Chaos. Aber der Schein trügt. Tatsächlich ist Thailand eines der am einfachsten zu bereisenden Länder in Südostasien. Die Infrastruktur ist top ausgebaut und bringt dich zuverlässig überall hin.
Du hast die Wahl: Willst du morgens in einer Stunde von Bangkok nach Phuket fliegen? Kein Problem. Willst du lieber entschleunigen und im Nachtzug mit den Locals ins Gespräch kommen? Absolut machbar. Ob im klimatisierten High-Tech-Skytrain über den Dächern Bangkoks oder im klapprigen Songthaew (Sammeltaxi) auf dem Weg in ein Dorf im Isaan – jedes Verkehrsmittel hat hier seinen ganz eigenen Charme und ist Teil des Abenteuers.
Fliegen – Schnell, günstig, bequem
Thailand ist groß (etwa so groß wie Frankreich), und wenn du wenig Zeit hast, ist das Flugzeug oft die beste Wahl. Inlandsflüge sind überraschend günstig und manchmal sogar billiger als ein Zugticket erster Klasse. Mit über 30 Flughäfen im Land kommst du fast überall schnell hin.
Wichtig für Bangkok-Reisende:
Die Hauptstadt hat zwei Flughäfen!
Suvarnabhumi (BKK): Der große, internationale Flughafen, wo wahrscheinlich dein Flug aus Deutschland landet.
Don Mueang (DMK): Der ältere Flughafen, der heute vor allem von Low-Cost-Airlines für Inlandsflüge genutzt wird.
Achte bei deiner Buchung genau auf das Kürzel, damit du nicht am falschen Terminal stehst!
Zugfahren – Das echte Erlebnis
Für mich ist eine Fahrt mit der thailändischen Eisenbahn die schönste Art zu reisen. Besonders der Nachtzug von Bangkok nach Chiang Mai ist Kult: Du steigst abends ein, bekommst ein frisch bezogenes Bett, und morgens wachst du auf, während grüne Reisfelder und nebelverhangene Berge am Fenster vorbeiziehen.
Stell dich aber auf „Thai Time“ ein: Züge sind hier selten pünktlich. Aber das macht nichts. Denn je langsamer der Zug, desto mehr siehst du vom echten Leben. Und das Beste: An fast jedem Bahnhof steigen Verkäufer zu oder reichen Snacks durchs Fenster. Gegrillte Spieße, frisches Obst oder Khao Pad (gebratener Reis) in der Styroporbox – im Zug verhungerst du garantiert nicht.
Busse & Minivans – Das Rückgrat des Landes
Während Züge nur die großen Städte verbinden, bringen dich Busse wirklich überall hin – bis ins kleinste Dorf im Isaan, um die Oma zu besuchen. Das Busnetz ist das Rückgrat des Landes.
Es gibt riesige Unterschiede beim Komfort:
VIP-Busse: Für Langstrecken. Sie sind oft luxuriöser als Flugzeuge, mit breiten Massagesesseln, Klimaanlage (nimm einen Pullover mit, es wird eisig!) und Bordservice.
Minivans: Schnell und wendig, verbinden sie oft Städte im Umkreis von 3-4 Stunden.
Lokale Busse: Bunt, offen, ohne Klimaanlage und extrem billig. Perfekt für kurze Strecken und um mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen.
In der Stadt: Taxi, Grab & Tuk-Tuk
In Städten wie Bangkok hast du die Qual der Wahl:
Taxi: Sie sind bunt (pink, gelb-grün) und günstig. Die goldene Regel: Bestehe immer auf das „Meter“ (Taximeter). Wenn der Fahrer einen Festpreis nennt, ist dieser meistens viel zu hoch. Einfach freundlich ablehnen und das nächste Taxi nehmen.
Grab & Bolt: Diese Apps sind die asiatischen Versionen von Uber. Sie sind für Touristen oft die beste Wahl, weil der Preis feststeht und du das Ziel nicht mühsam erklären musst.
Tuk-Tuk: Das knatternde Dreirad ist natürlich Kult. Aber sei dir bewusst: Es ist laut, du atmest Abgase ein und es ist oft teurer als ein klimatisiertes Taxi. Eine Fahrt gehört zum Pflichtprogramm, aber für den Alltag ist es eher unpraktisch.
Bangkok Spezial: Über den Stau hinweg (oder hindurch)
Der Verkehr in Bangkok ist berüchtigt. Zu Stoßzeiten stehst du auf der Straße oft einfach still. Deshalb bewegen sich die Schlauen entweder über oder unter den Autos – oder auf dem Wasser.
Skytrain (BTS) & Metro (MRT): Sauber, pünktlich und eiskalt klimatisiert. Sie sind die Lebensadern der Stadt und bringen dich schnell zu den großen Shoppingmalls und Märkten.
Chao Phraya Expressboote: Statt im Stau zu stehen, nimm das Boot! Die Linienboote auf dem großen Fluss sind nicht nur Verkehrsmittel, sondern auch die günstigste Stadtrundfahrt der Welt. Du fährst für wenige Cent am Wat Arun und dem Königspalast vorbei.
Selbst fahren? Roller & Mietwagen
Auf Inseln wie Koh Samui oder im Norden ist ein eigener Roller oft die beste Art, um Strände oder Wasserfälle zu entdecken. Es gibt dir die ultimative Freiheit.
Aber Achtung: In Thailand herrscht Linksverkehr, und die Verkehrsregeln werden eher als „Empfehlungen“ gesehen. Unterschätze das nicht. Fahre immer mit Helm (nicht nur wegen der Polizei, sondern für deinen Kopf!) und stelle sicher, dass du einen Internationalen Führerschein dabei hast – sonst fährst du offiziell schwarz und hast keinen Versicherungsschutz. Wenn du dich unsicher fühlst: Lass es lieber und nimm ein Songthaew.
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