Wenn du einmal dieses authentische Tam Sua Rezept probiert hast, wirst du es wahrscheinlich immer wieder machen wollen. Es ist mehr als nur ein Salat – es ist eine erfrischende Geschmacksexplosion aus scharf, salzig und sauer.
Die Kombination aus knackiger grüner Papaya, weichen Reisnudeln und einem glutenfreien Dressing ist einfach unschlagbar – besonders, wenn du dazu gegrilltes Hühnchen und eine Portion Klebreis servierst.
Ein kleiner Tipp: Wenn du beim nächsten Grillabend wirklich Eindruck schinden willst, bring diesen Salat mit statt des üblichen Nudelsalats. Deine Freunde werden Augen machen! Die frische Säure und Schärfe passen nämlich genial zu gegrilltem Fleisch und Bratwurst – das ist mal was ganz anderes als Kartoffelsalat.
Was ist Tam Sua eigentlich?
Im Grunde ist Tam Sua eine spannende Variante des klassischen Papayasalats (Som Tum), aber mit einem entscheidenden Twist: Reisnudeln.
Wir kombinieren hier geraspelte grüne Papaya, weiche Reis-Vermicelli (Khanom Jeen), Tomaten, Chilis und Limette mit einem Dressing, das es wirklich in sich hat. Das Gericht stammt ursprünglich aus dem Isaan, dem Nordosten Thailands, und ist bekannt für seinen mutigen, kräftigen Geschmack. Oft sorgt fermentierte Fischsauce (Pla Ra) für die extra Tiefe und den typischen „Funk“, den wir so lieben.
Falls du neugierig bist, was die Welt der Papayasalate noch zu bieten hat: Ich arbeite gerade an Rezepten für den klassischen Som Tam (die mildere Version mit Erdnüssen) und den noch kräftigeren Som Tam Pla Ra.
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Das Herzstück: Grüne Papaya
Die wichtigste Zutat für unser Tam Sua Rezept ist natürlich die grüne Papaya. Sie bringt diesen unverwechselbaren, kühlen „Crunch““” und den frischen Biss in den Salat. Damit dein Ergebnis perfekt wird, hier ein paar Dinge, auf die du achten solltest:
Die Richtige finden: Such nach Früchten, die sich fest und schwer anfühlen. Die Schale sollte glatt, tiefgrün und ohne weiche Stellen sein. Wenn sie auch nur leicht auf Druck nachgibt, ist sie zu reif für Salat.
Aufbewahren: Eine ganze, unreife Papaya hält sich im Kühlschrank locker eine Woche. Wenn du sie schon geraspelt hast, bleibt sie in einer luftdichten Dose etwa 2 Tage lang knackig.
Vorbereitung: Schälen, Kerne raus und dann raspeln. Du kannst dafür ein scharfes Messer nehmen, aber ich empfehle dir wärmstens einen Kiwi-Schäler (diese gezackten Schäler aus Thailand). Damit bekommst du in Sekunden perfekte, nudelartige Streifen hin.
Wo kaufen?: Deine beste Chance ist natürlich der Asiamarkt. Aber auch gut sortierte Supermärkte haben sie mittlerweile oft in der Gemüseabteilung.
Zutaten: Was du brauchst
Die meisten Zutaten findest du problemlos im nächsten Asiamarkt oder gut sortierten Supermarkt. Die genauen Mengenangaben stehen wie immer unten in der Rezeptkarte, aber hier ein paar wichtige Hinweise zu den einzelnen Komponenten:
Reis-Vermicelli (Khanom Jeen): Das sind diese dünnen, runden Reisnudeln. Sie sind genial, weil sie das Dressing aufsaugen, aber trotzdem ihren bissfesten Kern behalten.
Grüne Papaya: Unreif und geraspelt liefert sie den Crunch und die Struktur.
Fermentierte Fischsauce (Pla Ra): Der Gamechanger für den echten Isaan-Geschmack. Sie bringt ein kräftiges, herzhaftes Umami mit. (Wer es milder mag oder sich erst rantasten will, kann sie reduzieren oder weglassen – aber sie ist die Seele dieses Gerichts!).
Tamarindenpaste: Sorgt für eine fruchtige Säure mit einer leichten Süße im Hintergrund.
Palmzucker: Balanciert die Schärfe und Säure mit seiner karamelligen Note aus.
Fischsauce: Für die salzige Tiefe. Ich schwöre auch hier auf die Marke Megachef.
Limette: Frisch gepresster Saft gibt dem Salat den nötigen Kick.
Sprossen: Bringen eine milde, knackige Frische rein, die super zur scharfen Soße passt.
Culantro (Langer Koriander): Schmeckt intensiver als normaler Koriander. Wenn du ihn nicht findest, tut es der normale aber auch.
Chilis: Für die authentische Hitze nehmen wir Thai Bird’s Eye Chilis. Vorsicht: Die sind scharf! Wenn du es milder magst, nimm weniger oder entferne die Kerne.
Tomaten & Knoblauch: Für Saftigkeit und Aroma.
Schritt für Schritt: So machst du Tam Sua
Schritt 1: Vorbereitung
Schäl die grüne Papaya und rasple sie in feine Streifen.
Schritt 2: Der Mörser-Start
Gib den Knoblauch und die Chilis in deinen Mörser. Zerstoße sie grob – es muss kein Püree werden, wir wollen die Aromen nur „aufwecken“.
Schritt 3: Das Dressing
Jetzt kommen Fischsauce, fermentierte Fischsauce, Tamarindenpaste und Palmzucker dazu. Press den Limettensaft rein und wirf die ausgepressten Schalen ruhig mit in den Mörser (das gibt extra Aroma!). Stampf alles sanft, bis sich der Palmzucker komplett aufgelöst hat.
Schritt 4: Tomaten dazu
Gib die Tomatenstücke hinein und drück sie mit dem Stößel nur ganz leicht an („bruise“), damit sie ihren Saft abgeben, aber nicht zermatschen.
Schritt 5: Papaya-Mix
Jetzt kommt die geraspelte Papaya dazu. Vermenge sie gut mit dem Dressing, damit sie den Geschmack annimmt.
Schritt 6: Nudeln unterheben
Gib die Reis-Vermicelli dazu. Am besten nimmst du jetzt einen Löffel zur Hilfe, um alles locker miteinander zu vermischen, ohne die Nudeln zu zermatschen.
Schritt 7: Finale
Zum Schluss hebst du den langen Koriander (Culantro) und die Sprossen unter. Sofort servieren und genießen!
So servierst du den Salat
In Thailand essen wir diesen Nudelsalat fast nie allein. Er ist Teil eines größeren Festmahls.
Die perfekte Kombination? Eine Portion Klebreis (um die Schärfe zu binden), knusprige Hähnchenflügel und ein Korb mit frischem, rohem Gemüse wie Schlangenbohnen, Thai-Auberginen, Salatblättern oder Gurken. Das kühle Gemüse ist der perfekte „Feuerlöscher“, wenn der Salat doch mal etwas schärfer geraten ist.
Perfekt zum Mitnehmen
Du willst den Salat zu einer Grillparty mitbringen? Gute Idee! Aber mach es schlau: Bereite die Papaya, das Dressing und die Nudeln getrennt vor und transportiere sie in separaten Boxen.
Erst wenn ihr am Buffet steht, mischst du alles frisch zusammen. So bleiben die Nudeln bissfest, die Papaya knackig und deine Freunde werden dich für die Frische feiern – während der normale Nudelsalat daneben schon traurig aussieht.

Tam Sua (Papayasalat mit Reisnudeln)
Kochutensilien
- Mörser und Stößel (am besten ein großer Ton- oder Holzmörser für Som Tum)
- Papaya-Schäler (Kiwi-Schäler) oder Messer
- Löffel zum Mischen
Zutaten
- ⅔ g Grüne Papaya (geschält und in Streifen geraspelt)
- 200 g Reisnudeln (dünne Khanom Jeen oder Vermicelli, gekocht)
- 3 Zehen Knoblauch
- 2 Chilis (nach Geschmack)
- ¼ Tasse kleine Tomaten (z.B. Cherrytomaten, halbiert oder geviertelt)
- 1 kleine Limette (geviertelt)
- 1 EL Palmzucker
- 2 EL Tamarindenpaste
- 3 EL Fermentierte Fischsauce (Pla Ra)
- 2 EL Fischsauce
- 5 Blätter Culantro / Langer Koriander / Pak Chi Farang (gehackt)
- 1 Handvoll Sojasprossen
Anleitungen
- Zuerst das Gemüse vorbereiten: Den langen Koriander (Culantro) in Streifen schneiden, die Limette vierteln und die Tomaten halbieren. Die grüne Papaya schälen und in feine Streifen raspeln.
- Gib Knoblauch und Chilis in den Mörser. Zerstoße sie grob, bis sie aufgebrochen sind (nicht zu Brei machen).
- Jetzt kommt das Dressing direkt in den Mörser: Gib normale Fischsauce, fermentierte Fischsauce (Pla Ra), Tamarindenpaste und den Palmzucker hinzu. Presse den Saft der Limettenviertel hinein und wirf die ausgepressten Schalen mit in den Mörser. Rühre und stampfe sanft mit dem Stößel, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
- Gib die Tomatenstücke dazu und drücke sie nur ganz leicht an, damit sie ihren Saft abgeben, aber nicht zermatschen.
- Füge die Papayastreifen hinzu. Mische und stampfe alles gut durch, damit die Papaya das Dressing aufnimmt und etwas weicher wird.
- Jetzt kommen die Reisnudeln dazu. Vermenge sie vorsichtig mit dem Inhalt des Mörsers (am besten mit einem Löffel und dem Stößel zusammen), damit sie nicht zerbrechen, aber gut mit Sauce bedeckt sind.
- Zum Schluss den langen Koriander und die Sojasprossen untermischen. Sofort servieren, solange es knackig ist!
Notizen
Nährwerte
Guten Appetit
Ich hoffe, dieses Tam Sua Rezept bringt dir ein Stück echten Isaan-Geschmack auf den Teller. Es ist wild, würzig und genau das Richtige für alle, die sich trauen, abseits der ausgetretenen Pfade zu essen. Probier es aus, lad Freunde ein und überrasch sie mit diesem besonderen Salat!
Wie hat es dir geschmeckt?
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