Wenn du Som Tam liebst, wirst du Tam Sua vergöttern! Das ist die rustikale Version des klassischen Papayasalats, so wie wir ihn vom Nordosten Thailands (Isaan) kennen. Der Clou: Wir mischen gekochte Reisnudeln (Khanom Jeen) direkt mit in den Salat. Sie saugen das scharfe, saure und würzige Dressing perfekt auf. Mit fermentierter Fischsauce (Pla Ra) bekommt er den echten „Bumms“, den wir Thais so lieben. Ein absolutes Muss für alle, die es authentisch mögen.
Mörser und Stößel (am besten ein großer Ton- oder Holzmörser für Som Tum)
Papaya-Schäler (Kiwi-Schäler) oder Messer
Löffel zum Mischen
Zutaten
⅔gGrüne Papaya(geschält und in Streifen geraspelt)
200gReisnudeln(dünne Khanom Jeen oder Vermicelli, gekocht)
3ZehenKnoblauch
2Chilis(nach Geschmack)
¼Tassekleine Tomaten(z.B. Cherrytomaten, halbiert oder geviertelt)
1kleine Limette(geviertelt)
1ELPalmzucker
2ELTamarindenpaste
3ELFermentierte Fischsauce(Pla Ra)
2ELFischsauce
5BlätterCulantro / Langer Koriander / Pak Chi Farang(gehackt)
1Handvoll Sojasprossen
Anleitungen
Zuerst das Gemüse vorbereiten: Den langen Koriander (Culantro) in Streifen schneiden, die Limette vierteln und die Tomaten halbieren. Die grüne Papaya schälen und in feine Streifen raspeln.
Gib Knoblauch und Chilis in den Mörser. Zerstoße sie grob, bis sie aufgebrochen sind (nicht zu Brei machen).
Jetzt kommt das Dressing direkt in den Mörser: Gib normale Fischsauce, fermentierte Fischsauce (Pla Ra), Tamarindenpaste und den Palmzucker hinzu. Presse den Saft der Limettenviertel hinein und wirf die ausgepressten Schalen mit in den Mörser. Rühre und stampfe sanft mit dem Stößel, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Gib die Tomatenstücke dazu und drücke sie nur ganz leicht an, damit sie ihren Saft abgeben, aber nicht zermatschen.
Füge die Papayastreifen hinzu. Mische und stampfe alles gut durch, damit die Papaya das Dressing aufnimmt und etwas weicher wird.
Jetzt kommen die Reisnudeln dazu. Vermenge sie vorsichtig mit dem Inhalt des Mörsers (am besten mit einem Löffel und dem Stößel zusammen), damit sie nicht zerbrechen, aber gut mit Sauce bedeckt sind.
Zum Schluss den langen Koriander und die Sojasprossen untermischen. Sofort servieren, solange es knackig ist!
Notizen
Extra-Tipp: In Thailand nutzen wir Khanom Jeen, das sind fermentierte, weiche Reisnudeln. Hierzulande kannst du getrocknete Reis-Vermicelli (dünne Reisnudeln) kaufen, sie kochen, abschrecken und abtropfen lassen. Das Gewicht im Rezept bezieht sich auf die gekochten Nudeln. Die fermentierte Fischsauce (Pla Ra) ist essenziell für Tam Sua. Sie riecht stark, schmeckt aber unglaublich nach umami. Wenn du sie weglässt, ist es immer noch lecker, aber dann ist es eher ein „Som Tam“ mit Nudeln und nicht der echte Isaan-Style. Trau dich!