Diese Rote Thai Curry Suppe mit Hähnchen ist der Beweis, dass man für großen Geschmack keine schwere Sahne oder Kokosmilch braucht. Sie ist ein einfaches One-Pot-Gericht mit einer leichten, aber unglaublich kräftigen Brühe.
Genau das Richtige für hektische Wochentage, kühle Abende oder einfach dann, wenn du Lust auf etwas Scharfes hast, das dich wärmt, ohne dich zu beschweren.
Mein Tipp: Da diese Suppe ohne Kokosmilch auskommt, ist sie oft etwas schärfer und direkter als das cremige Curry, das du vielleicht kennst. Serviere sie am besten mit einer Portion Jasminreis – das mildert die Schärfe und macht aus der Suppe eine vollwertige Mahlzeit.
Warum wir diese Suppe lieben
Gerade jetzt im Winter gibt es kaum etwas Besseres als eine heiße Suppe mit echten Thai-Aromen. Wenn du rotes Curry magst, ist dieses Rezept eine wunderbar leichte Alternative dazu.
Das Geheimnis liegt im Start: Wir beginnen genau wie bei einem Curry, indem wir die rote Currypaste in Öl anbraten, bis sie duftet. Erst dann kommen Knoblauch und Ingwer dazu, um den Geschmack aufzubauen.
Der große Unterschied ist, dass wir hier keine Kokosmilch verwenden. Das hält die Brühe klar und lässt die Schärfe der Currypaste voll zur Geltung kommen. Es ist purer, direkter Geschmack.
(Kleiner Tipp: Falls es dir doch zu scharf wird, kannst du am Ende natürlich trotzdem einen Schluck Kokosmilch unterrühren, um die Hitze etwas abzumildern – aber probier es erst mal pur!).
Und wenn du diese Aromen magst, schau dir unbedingt auch mal meine Rote Curry Nudelsuppe oder die Grüne Curry Variante an.

Zutaten: Was du brauchst
Die Zutaten sind einfach, aber die Qualität macht den Unterschied. Du findest alles im Asiamarkt. Die genauen Mengenangaben stehen wie immer unten in der Rezeptkarte.
Hähnchen: Ich nehme gerne Hähnchenbrust für eine leichte Suppe. Wenn du es saftiger magst, sind Hähnchenschenkel (ohne Haut) die bessere Wahl.
Rote Currypaste: Sie bringt die Farbe, die Schärfe und die Tiefe. Wenn du Zeit hast, mach sie selbst (Rezept verlinke ich dir). Wenn es schnell gehen muss, ist die Marke Mae Ploy mein Favorit, weil sie ordentlich Wumms hat.
Öl: Wir brauchen ein neutrales Öl (wie Raps- oder Sonnenblumenöl), um die Currypaste richtig anzubraten. Das ist wichtig, damit sich die Aromen entfalten.
Wasser: Wir wollen eine klare Brühe, kein dickes Curry.
Ingwer & Knoblauch: Für die Wärme und das aromatische Fundament.
Fischsauce: Unser Salz-Ersatz mit Umami-Power. Ich schwöre auf Megachef.
Zucker: Nur eine Prise! Nicht um die Suppe süß zu machen, sondern um die Schärfe und das Salz auszubalancieren.
Brühwürfel: Ein einfacher Hühnerbrühwürfel verstärkt den Geschmack enorm.
Gemüse: Hier kannst du kreativ werden. Ich nutze meist einen Mix aus Karotten, Paprika, Enoki-Pilzen, Chinakohl und Zwiebeln.
Schritt für Schritt: So kochst du die Suppe
Schritt 1: Schnippeln
Vorbereitung ist alles: Schneide das Hähnchenfleisch in dünne Scheiben. Schneide Zwiebeln, Karotten, Paprika und Pilze klein und hacke den Chinakohl grob. Knoblauch und Ingwer solltest du fein hacken.
Schritt 2: Das Aroma wecken
Erhitze das Öl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Gib die rote Currypaste dazu und brate sie unter Rühren für etwa 30 Sekunden an, bis es in deiner Küche herrlich duftet.
Schritt 3: Knoblauch & Ingwer
Jetzt kommen der gehackte Knoblauch und der Ingwer dazu. Brate sie kurz mit (wieder ca. 30 Sekunden), aber pass auf: Sie sollen duften, nicht verbrennen und bitter werden.
Schritt 4: Das feste Gemüse
Gib Zwiebeln, Karotten und Paprika in den Topf. Rühr alles gut um, damit das Gemüse von der Currypaste überzogen wird und leicht anschwitzt.
Schritt 5: Ablöschen
Gieß das Wasser auf und wirf den Brühwürfel hinein. Würze mit Fischsauce, Zucker und Pfeffer. Rühr um, bis sich alles aufgelöst hat, und lass die Suppe einmal aufkochen.
Schritt 6: Fleisch garen
Jetzt darf das Hähnchen baden gehen. Gib die Fleischscheiben in die köchelnde Brühe und lass sie für etwa 3 bis 4 Minuten garziehen.
Schritt 7: Das Finale
Zum Schluss kommen die Pilze und der Chinakohl dazu. Sie brauchen nicht lange – lass sie nur kurz mitköcheln, bis der Kohl zusammenfällt und die Pilze weich sind. Fertig!
Mach es zu deinem Rezept (Variationen)
Anderes Protein: Hähnchen ist der Klassiker, aber Schwein, Rind oder Garnelen funktionieren genauso gut. Für eine vegetarische Version nimmst du einfach festen Tofu.
Gemüse-Tausch: Bambussprossen, Zucchini oder grünes Blattgemüse passen wunderbar rein. Nimm einfach, was du noch im Kühlschrank hast.
Curry-Wechsel: Wenn du es milder magst, nimm gelbe Currypaste. Wenn du eine andere Art von Schärfe suchst, probier es mal mit grüner Paste.
Mach es satt: Wenn der Hunger groß ist, wirf eine Handvoll Reisnudeln, Eiernudeln oder Glasnudeln mit in den Topf. So wird aus der Suppe eine komplette Nudel-Mahlzeit.
Toppings: Frischer Thai-Basilikum, Koriander, ein Spritzer Limette oder extra Chilis machen den Unterschied.
Aufbewahren & Aufwärmen
Im Kühlschrank: Lass die Suppe komplett abkühlen und füll sie in eine luftdichte Dose. So hält sie sich bis zu 3 Tage frisch.
Einfrieren: Du kannst sie problemlos bis zu 2 Monate einfrieren. Lass sie am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen, bevor du sie isst.
Aufwärmen: Einfach sanft auf dem Herd bei mittlerer Hitze erwärmen. Ab und zu umrühren nicht vergessen.
Häufige Fragen
Ist die Suppe sehr scharf?
Das liegt ganz bei dir. Die Schärfe hängt hauptsächlich davon ab, wie viel Currypaste du verwendest und welche Marke du nimmst. Mae Ploy ist zum Beispiel schärfer als viele Supermarkt-Pasten. Taste dich einfach langsam ran – nachwürzen geht immer.
Kann ich Kokosmilch dazugeben?
Klar, wenn du es cremiger magst! Rühre einfach zum Schluss einen Schuss Kokosmilch unter. Wichtig: Lass die Suppe danach nicht mehr sprudelnd kochen, damit die Kokosmilch nicht ausflockt.
Soll ich Nudeln direkt in der Suppe kochen?
Lieber nicht. Nudeln geben Stärke ab und machen die Brühe trüb und dickflüssig. Koch sie besser separat in einem extra Topf und gib sie erst beim Servieren direkt in die Schüssel. So bleibt alles perfekt.

Rote Thai-Curry-Suppe mit Hähnchen (Kaeng Daeng Gai Soup)
Kochutensilien
- Großer Suppentopf
- Schneidebrett und Messer
- Suppenkelle
Zutaten
- 1 große Hähnchenbrust (in mundgerechte Scheiben geschnitten)
- 1 EL Pflanzenöl
- 1 EL Rote Currypaste (selbstgemacht oder gute Qualität aus dem Glas)
- 4 Zehen Knoblauch (fein gehackt)
- ½ EL frischer Ingwer (fein gehackt)
- 1 Zwiebel (in Spalten geschnitten)
- ½ Karotte (in feine Scheiben geschnitten)
- 1 rote Paprika (in mundgerechte Stücke geschnitten)
- 100 g Pilze (z. B. Champignons, Shiitake oder Austernpilze – Pilze gehen immer!)
- 1 Handvoll Chinakohl (grob gehackt)
- 1 L Wasser
- 1 Hühnerbrühwürfel
- ½ EL Fischsauce
- 1 TL Zucker
- Gemahlener Pfeffer (nach Geschmack)
- Optional: Frischer Koriander zum Garnieren
Anleitungen
- Bereite alle Zutaten vor: Schneide das Hähnchenfleisch in dünne Scheiben. Schneide Zwiebel, Karotte, Paprika und Pilze in mundgerechte Stücke. Hacke den Chinakohl grob und den Knoblauch sowie Ingwer fein. Stell alles griffbereit.
- Erhitze das Öl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Gib die rote Currypaste hinein und brate sie unter Rühren für ca. 30 Sekunden an, bis sie ihr volles Aroma entfaltet (Vorsicht, nicht verbrennen lassen!).
- Füge den gehackten Knoblauch und Ingwer hinzu und brate sie kurz mit an (ca. 30 Sekunden), bis sie duften.
- Gib nun die Zwiebelspalten, Karottenscheiben und Paprikastücke in den Topf. Brate das Gemüse unter Rühren kurz an, bis es leicht weich wird und Farbe annimmt.
- Gieße das Wasser (oder den Fond) dazu und brösele den Hühnerbrühwürfel hinein. Würze mit Fischsauce, Zucker und etwas Pfeffer. Rühre gut um, bis sich alles aufgelöst hat, und bringe die Suppe zum sanften Kochen.
- Gib die Hähnchenscheiben in die kochende Brühe. Reduziere die Hitze etwas und lass das Hähnchen für ca. 3–4 Minuten sanft garziehen. Es sollte zart und weiß sein.
- Zum Schluss kommen die Pilze und der Chinakohl in den Topf. Lass die Suppe noch kurz köcheln, bis der Kohl zusammenfällt und die Pilze weich sind. Schmecke noch einmal ab und serviere heiß, vielleicht mit etwas frisch gehacktem Koriander.
Notizen
Nährwerte
Guten Appetit
Ich hoffe, diese Rote Thai Curry Suppe wärmt dich genauso gut von innen wie uns. Sie ist der beste Beweis, dass man auch ohne Kokosmilch ein fantastisches Curry-Erlebnis haben kann – leicht, würzig und voller Geschmack. Probier es aus und lass es dir schmecken!
Wie hat es dir geschmeckt?
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