Es gibt Gerichte, die erzählen eine ganze Geschichte – und Kai Look Keuy gehört definitiv dazu. Der Name „Schwiegersohn-Eier“ stammt aus einer thailändischen Legende, nach der ein Schwiegersohn dieses Gericht für seine Schwiegermutter kochte, um zu zeigen, wie gut er für ihre Tochter sorgen kann. Für uns ist es die perfekte Kombination aus Texturen: Die Eier werden erst gekocht und dann im Wok goldbraun frittiert, bis die Haut fast schon knusprig-ledrig ist. Das Geheimnis ist aber die Sauce – eine sämige, glänzende Reduktion aus Palmzucker und Tamarinde, die jede einzelne Faser der Eier mit einem süß-sauren Aroma umschmeichelt. Ein herrlich einfaches, aber sensorisch absolut tiefgreifendes Erlebnis!
4EierGröße L, am besten Bio-Qualität oder frische Enteneier
1kleineSchalottein feine Ringe geschnitten
6Getrocknete Chilischotenganz belassen für das Aroma
4ELTamarindenpastedie dunkle, thailändische Sorte
3½ELPalmzuckerfein gehackt, lässt sich besser dosieren
2ELFischsaucefür die salzige Umami-Note
3ELWasser
1ELFrischer Koriandergrob gehackt, als Finish
Neutrales Öl zum Frittierenz.B. Raps- oder Sonnenblumenöl
Anleitungen
Bringe Wasser in einem Topf zum Kochen. Für die perfekte Konsistenz kochst du die Eier etwa 8 bis 10 Minuten hart. Schrecke sie danach sofort unter eiskaltem Wasser ab – das stoppt den Garprozess und sorgt dafür, dass sie sich später leichter schälen lassen. Pellen und gut trocken tupfen, damit es im heißen Öl nicht spritzt.
Erhitze reichlich Öl im Wok. Frittiere die geschälten Eier am Stück bei mittlerer Hitze, bis die gesamte Oberfläche eine wunderbare goldbraune Farbe und eine leicht runzelige Textur angenommen hat. Nimm sie mit der Schaumkelle heraus und lass sie auf Küchenpapier abtropfen.
Gib die Schalottenringe in das heiße Öl. Brate sie unter ständigem Rühren, bis sie knusprig und goldgelb sind. Achte darauf, sie rechtzeitig herauszunehmen, da sie schnell bitter werden. Danach wirfst du die getrockneten Chilis für etwa 10 Sekunden ins Öl, bis sie leicht nachdunkeln und ihr Aroma verströmen.
Mische in einer kleinen Kasserolle das Wasser mit der Tamarindenpaste, dem Palmzucker und der Fischsauce. Erhitze die Mischung bei niedriger bis mittlerer Hitze. Rühre geduldig, bis der Zucker vollständig geschmolzen ist und die Sauce zu einem glänzenden, leicht dickflüssigen Sirup einkocht.
Halbiere die frittierten Eier längs mit einem scharfen Messer und richte sie mit der Schnittfläche nach oben auf einem Teller an. Träufle die warme Tamarindensauce großzügig darüber. Garniere das Ganze zum Schluss mit den knusprigen Schalotten, den Röst-Chilis und dem frischen Koriander.
Notizen
Extra-Tipp: Wenn du es wie in Thailand machen willst, versuche mal Enteneier! Das Eigelb ist noch cremiger und intensiver. Ein häufiger Fehler ist, die Sauce zu dünn zu lassen – sie sollte wirklich am Löffel haften (wie flüssiger Honig), damit sie nicht einfach vom Ei herunterläuft. Falls dir die Sauce zu sauer ist, gib noch eine Prise Palmzucker dazu; die Balance zwischen Süße und Säure ist hier das A und O.