Thailändische Süßkartoffel-Bällchen (Khanom Kai Nok Krata)
Thomas
Diese kleinen, frittierten Bällchen heißen auf Thai „Khanom Kai Nok Krata“ (ขนมไข่นกกระทา) – was wörtlich „Wachteleier-Snack“ bedeutet, weil sie genauso groß und rund sind. Sie sind ein absolutes Phänomen auf thailändischen Märkten: Außen wunderbar knusprig, innen luftig und leicht „chewy“. Das Beste daran: Sie sind natürlich glutenfrei und vegan.
Die Süßkartoffeln in grobe Stücke schneiden und im Dämpfer etwa 20 Minuten garen, bis sie weich sind (Gabeltest machen).
Die gegarten Kartoffeln in einer Schüssel fein zerstampfen. Tapiokamehl, Zucker, Salz und Backpulver hinzufügen und verkneten, bis eine krümelige, sandartige Masse entsteht.
Nach und nach die Kokosmilch und das Kalkwasser (oder alternativ eisgekühltes Wasser) dazugeben. Kneten, bis der Teig glatt ist und nicht mehr an den Händen klebt. Den Teig abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen.
Aus dem Teig viele kleine, gleichmäßige Kugeln formen (etwa so groß wie Wachteleier).
Das Öl in einem hohen Topf oder Wok auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Bällchen einzeln hineingeben (nicht zu viele auf einmal). Nach 10 Sekunden vorsichtig umrühren, damit sie nicht am Boden kleben.
Sobald die Bällchen an die Oberfläche steigen, kommt der wichtigste Teil: Drücke sie mit dem Schaumlöffel immer wieder sanft unter das Öl und bewege sie kreisförmig. Das hilft ihnen, sich aufzublähen. Frittiere sie insgesamt 5–10 Minuten, bis sie goldbraun und knusprig sind.
Notizen
Extra-Tipp: Das Geheimnis für den perfekten Crunch liegt im Kalkwasser (Nam Poon Sai). Du bekommst den gelöschten Kalk (Speisekalk/Calciumhydroxid) im Asialaden. Löse ihn in Wasser auf, lass es stehen, bis sich der Kalk absetzt, und nimm nur das klare Wasser oben ab. Wenn dir das zu aufwendig ist, nimm eiskaltes Wasser – das Ergebnis ist auch gut, aber mit Kalkwasser wird es original knusprig. Achte beim Teig auf dein Gefühl: Je nach Feuchtigkeit deiner Süßkartoffeln brauchst du eventuell etwas mehr oder weniger Kokosmilch. Der Teig sollte sich anfühlen wie weiche Knete. Und vergiss beim Frittieren das „Drücken“ nicht – nur so entsteht der typische Hohlraum im Inneren!