In Thailand findet man diese unwiderstehlichen, knusprigen Bananenchips auf unzähligen lokalen Märkten. Das Geheimnis dieses authentischen Streetfood-Klassikers liegt in der sogenannten „Zucker-Magie“: Nach dem Frittieren werden die hauchdünnen Bananenscheiben in einem Sirup geschwenkt, der beim Abkühlen kristallisiert und eine wunderschöne, frostig-weiße Zuckerkruste bildet. Meine Frau und ich können davon einfach nicht genug bekommen! Wenn ihr euch genau an die Schritte haltet, holt ihr euch diesen süßen, perfekten Crunch direkt nach Hause. Ein genialer Snack für zwischendurch und ein tolles Mitbringsel für Freunde.
15Thailändische Bananen(unreif, Sorte Kluay Nam Wa – siehe Extra-Tipp)
1Limette
Pflanzenöl(ausreichend zum Frittieren, z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
1Pandanblatt(grob geschnitten - optional, für das typische Aroma)
Für die Zuckerkruste:
150gWeißer Zucker
100mlWasser
Anleitungen
Bereitet eine große Schüssel mit kaltem Wasser vor. Presst den Saft der Limette hinein und werft die ausgepressten Hälften direkt mit ins Wasser. Schält die Bananen und legt sie sofort für 3 Minuten in das Limettenwasser. Das verhindert, dass sie unschön braun anlaufen.
Schneidet die abgetropften Bananen mit einem Sparschäler oder Gemüsehobel in lange, hauchdünne Streifen. Achtet darauf, dass die Scheiben möglichst eine einheitliche Dicke haben, damit sie später beim Frittieren gleichmäßig knusprig werden.
Erhitzt reichlich neutrales Öl in einem schweren Topf oder Wok auf etwa 175°C. Wenn ihr ein Pandanblatt verwendet, gebt es jetzt hinein, um das Öl zu aromatisieren. Lasst die Bananenstreifen einzeln und nacheinander ins heiße Öl gleiten, damit sie nicht zusammenkleben. Frittiert sie, bis sie eine tiefe, goldbraune Farbe haben und sich richtig fest anfühlen. Hebt sie mit einer Schaumkelle heraus und lasst sie gut abtropfen.
Gebt den weißen Zucker und das Wasser in eine saubere, breite Pfanne. Erhitzt alles bei mittlerer Hitze. Rührt kontinuierlich um, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und die Flüssigkeit beginnt, sirupartig einzudicken und große Blasen zu werfen.
Schaltet die Hitze aus und gebt die frittierten Bananenchips in die Pfanne. Wendet sie vorsichtig mit einem Pfannenwender, bis alle Chips rundherum mit dem Sirup überzogen sind. Wenn die Temperatur nun sinkt, passiert die Magie: Der Sirup verwandelt sich von einer klaren Flüssigkeit in eine trockene, weiße Zuckerkruste.
Verteilt die glasierten Bananenchips einlagig auf einem Abkühlgitter oder Tablett, damit sie vollständig auskühlen können. Während sie Zimmertemperatur erreichen, härten sie noch weiter aus und werden maximal knusprig.
Notizen
Extra-Tipp: Für das authentischste Ergebnis solltet ihr nach der Sorte Kluay Nam Wa Ausschau halten, die ihr in gut sortierten Asiamärkten findet. Es ist extrem wichtig, dass die Bananen noch richtig grün und unreif sind! Ihr hoher Stärkeanteil sorgt für diesen unverwechselbaren, knusprigen Biss. Wenn ihr keine thailändischen Bananen findet, sind feste, grüne Kochbananen eure allerbeste Alternative. Sie haben ein ganz ähnliches Stärkeprofil und behalten beim Frittieren wunderbar ihre Form. Zieht beim Schälen der unreifen Bananen am besten Küchenhandschuhe an, da der klebrige Pflanzensaft ansonsten eure Hände dunkel verfärben kann!