Das hier ist der König der Thai-Salate: Som Tam Thai. Anders als die dunkle, fermentierte Isaan-Version (Som Tam Pla Ra) ist dieser Salat heller, süßer und nussiger. Er lebt von der Balance der „vier Geschmäcker“: Saure Limette, salzige Fischsauce, süßer Palmzucker und scharfer Chili. Dazu kommen knackige Erdnüsse und getrocknete Garnelen für den Umami-Kick. Es ist das perfekte Gericht für Einsteiger in die Papayasalat-Welt und schmeckt einfach nach Urlaub. Am besten isst du ihn mit Klebreis (Khao Niao) und gegrilltem Hähnchen (Gai Yang).
Mörser und Stößel (am besten ein großer Tonmörser mit Holzstößel, „Khrok“)
Julienne-Schäler (für die Papaya)
Löffel zum Vermengen
Zutaten
400gGrüne Papaya(geschält und in feine Streifen gehobelt/gestiftet)
2ZehenKnoblauch
2frische Thai-Chilis(Menge nach Geschmack anpassen!)
3Schlangenbohnen(in ca. 3 cm lange Stücke geschnitten)
3ELFischsauce
2ELPalmzucker(fein gehackt)
¾Limette(in Spalten geschnitten oder ausgepresst – Schale mitverwenden!)
3kleine Tomaten(halbiert oder geviertelt)
40ggeröstete Erdnüsse(ungesalzen)
2ELgetrocknete Garnelen(klein, optional für den authentischen Geschmack)
Anleitungen
Schäle die grüne Papaya und hobe sie mit einem Julienne-Schäler (oder einem Messer) in feine Streifen. Halbiere die Tomaten und schneide die Schlangenbohnen in mundgerechte Stücke. Stell alles bereit.
Gib den Knoblauch und die Chilis in den Mörser. Zerstoße sie grob, bis sie aufbrechen und ihr Aroma freigeben.
Füge die Schlangenbohnen und die gerösteten Erdnüsse hinzu. Stoße sie sanft an („bruising“), damit sie leicht aufbrechen, aber noch knackig bleiben.
Gib nun Palmzucker, Fischsauce und den Limettensaft (gerne auch die ausgepressten Limettenschalen für extra Aroma!) dazu. Rühre und stampfe leicht mit dem Stößel, bis sich der Zucker fast vollständig aufgelöst hat und ein sämiges Dressing entsteht.
Zum Schluss kommen die Papayastreifen, die Tomaten und (falls verwendet) die getrockneten Garnelen in den Mörser. Vermenge alles behutsam mit dem Löffel und stampfe dabei nur ganz leicht, damit die Papaya die Sauce aufnimmt, aber knackig bleibt. Serviere den Salat sofort!
Notizen
Extra-Tipp: Grüne Papaya bekommst du in jedem gut sortierten Asiamarkt. Sie muss steinbickelhart sein und darf auf keinen Fall auch nur ansatzweise weich oder orange sein! Wenn du keine findest (oder sie dir zu teuer ist), nimm einfach Kohlrabi, Karotten oder Salatgurke (ohne das weiche Innere). Das schmeckt fast genauso gut und ist viel einfacher zu bekommen! Und für Vegetarier: Ersetze die Fischsauce durch helle Sojasauce oder eine vegetarische Fischsauce (z. B. aus Pilzen oder Algen).