Vergesst Low-and-Slow BBQ für einen Moment! Diese thailändischen Schweinerippchen sind herzhaft, saftig und voller intensiver Knoblauch-Pfeffer-Aromen. So haben meine Frau und ich sie an zahllosen Straßenständen und in kleinen Garküchen in Thailand genossen. Das Geheimnis liegt nicht in ewig langen Garzeiten, sondern in einer kräftigen Marinade, die auf „Sam Kler“ basiert – der thailändischen „heiligen Dreifaltigkeit“ aus Knoblauch, Korianderwurzeln und Pfeffer. Kurz und scharf auf dem Holzkohlegrill zubereitet, bekommen sie eine unwiderstehlich karamellisierte Kruste. Ob als Snack zum kalten Bier oder als Hauptgericht mit etwas Klebreis: Diese Rippchen bringen euch das echte Thailand-Gefühl direkt in den heimischen Garten!
500gSchweinerippchen(fleischige Leitern, am besten schon in einzelne Rippen geschnitten)
4ZehenKnoblauch
2Korianderwurzeln
1TLSchwarze Pfefferkörner
2ELAusternsauce
1ELHelle Sojasauce
1ELWeißer Zucker
Optional zum Garnieren: Knusprig frittierter Knoblauch, frischer Koriander oder Frühlingszwiebeln
Anleitungen
Gebt den geschälten Knoblauch, die geputzten Korianderwurzeln und die schwarzen Pfefferkörner in euren Mörser. Stampft alles kräftig zu einer feinen Paste. Das Mörsern ist hier extrem wichtig, da es die ätherischen Öle der Zutaten perfekt freisetzt. (Zur Not funktioniert auch ein kleiner Mixer, aber der Mörser ist authentischer!)
Überführt die frisch gestampfte Würzpaste in eine große Schüssel. Gebt die Austernsauce, die helle Sojasauce und den weißen Zucker dazu und rührt alles gut durch, bis sich der Zucker weitgehend aufgelöst hat.
Legt die Schweinerippchen in die Schüssel und massiert die Marinade mit den Händen gründlich in das Fleisch ein. Deckt die Schüssel ab und stellt sie für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank. Wer noch mehr Tiefe im Geschmack möchte, lässt sie über Nacht marinieren.
Heizt euren Grill (Holzkohle für das beste Aroma!) auf mittlere Hitze vor. Grillt die Rippchen zunächst kurz von beiden Seiten scharf an, damit sie Farbe bekommen. Reduziert dann die Hitze oder legt sie an den Rand und grillt sie unter regelmäßigem Wenden für weitere 10 bis 15 Minuten, bis sie durchgegart sind und an den Rändern schöne dunkle Röstaromen haben.
Nehmt die heißen, saftigen Rippchen vom Grill. Wenn ihr mögt, bestreut sie jetzt mit knusprigem frittiertem Knoblauch und etwas gehacktem Koriander. Serviert sie sofort heiß!
Notizen
Extra-Tipp: Zu diesen Rippchen servieren wir immer Nam Jim Jaew – das ist ein genialer, feurig-saurer Thai-Dip aus geröstetem Reispulver, Fischsauce, Limettensaft, Chili und Kräutern. Erst durch diesen Dip wird das Grill-Erlebnis komplett! Solltet ihr keine Korianderwurzeln im Asiamarkt finden, könnt ihr auch die untersten, dicken, weißen Stängel eines frischen Korianderbundes verwenden. Sie haben ein ähnliches, erdiges Aroma. Und ganz wichtig: Diese Rippchen isst man am besten mit den Händen!