Wenn du schon einmal auf einem thailändischen Nachtmarkt warst, kennst du diesen Duft: Eine Mischung aus Rauch, karamellisiertem Zucker, Knoblauch und Pfeffer. Gai Yang ist weit mehr als nur ein Grillhähnchen. Es ist eine Institution. Das Geheimnis liegt in der Marinade, die tief in das Fleisch einzieht. Wir verwenden dafür die „heilige Dreifaltigkeit“ der Thai-Küche: Knoblauch, Pfeffer und – ganz wichtig – Korianderwurzeln. Zusammen mit Klebreis und einem scharfen Papayasalat (Som Tam) ist das wohl eines der besten Essen, die du dir vorstellen kannst.
Mörser und Stößel (für den authentischen Geschmack unverzichtbar!)
Große Schüssel zum Marinieren
Grill (Holzkohle schmeckt am besten, Gasgrill oder Backofen gehen auch)
Grillzange
Pinsel (zum Bestreichen)
Zutaten
1kgHähnchenschenkel(Oberkeulen oder ganze Schenkel mit Haut)
½TLweiße Pfefferkörner
2Korianderwurzeln(gut gewaschen)
3ZehenKnoblauch
2ELhelle Sojasauce
1ELFischsauce
2EL30 ml Austernsauce
1,5ELPalmzuckeralternativ brauner Zucker
2ELVollmilch
1ELPflanzenöl
Anleitungen
Gib die weißen Pfefferkörner, die Knoblauchzehen und die Korianderwurzeln in deinen Mörser. Zerstampfe alles kräftig, bis eine grobe, duftende Paste entsteht. Es muss nicht perfekt fein sein – ein bisschen Struktur sorgt später für tolle Kruste.
Gib die Paste aus dem Mörser in eine große Schüssel. Füge die helle Sojasauce, Fischsauce, Austernsauce, den Palmzucker, die Milch und das Öl hinzu. Rühre alles so lange um, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und die Marinade schön glänzt.
Lege die Hähnchenschenkel in die Schüssel. Massiere die Marinade richtig gut in das Fleisch ein. Mein Tipp: Schieb auch etwas Marinade unter die Haut, das bringt den Geschmack tief ins Fleisch. Decke die Schüssel ab und lass das Hähnchen für mindestens 4 Stunden (oder noch besser über Nacht) im Kühlschrank ziehen.
Nimm das Hähnchen rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit es Zimmertemperatur hat. Heize deinen Grill auf mittlere Hitze vor. Grille das Hähnchen und wende es oft, damit der Zucker in der Marinade nicht verbrennt. Pinsel es in der ersten Hälfte der Grillzeit immer wieder mit der restlichen Marinade ein. Es ist fertig, wenn die Haut schön dunkel karamellisiert und das Fleisch durchgegart ist.
Nimm das Hähnchen vom Grill und lass es noch ein paar Minuten ruhen. So verteilen sich die Fleischsäfte wieder und es bleibt unglaublich saftig. Serviere es heiß.
Notizen
Extra-Tipp: Das Wichtigste für den echten Geschmack sind die Korianderwurzeln. Wirf sie beim Bund Koriander aus dem Supermarkt bloß nicht weg! Wenn du keine Wurzeln bekommst, kannst du zur Not auch die dicken Stängel des Korianders verwenden. Und was darf nicht fehlen? Die richtige Sauce! Zu Gai Yang serviert man in Thailand fast immer Nam Jim Jaew. Das ist eine rauchig-scharfe Dip-Sauce aus getrockneten Chiliflocken, Fischsauce, Limette und geröstetem Reispulver. Das Rezept dafür findest du natürlich auch bei uns auf dem Blog.